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RiConfigure: Fortschritt gesellschaftlich gedacht

Fraunhofer Lemgo im EU-Projekt zur partizipativen Technologie- und Arbeitsgestaltung! 

Wie wird Digitalisierung die Arbeit der Zukunft formen? Wie gelingt es, nicht allein Unternehmen, sondern vor allem die Menschen darin zu Gestaltern dieser Zukunft zu machen? Wie erhalten wir Kommunikation und Miteinander in einer sich verändernden Arbeitswelt? Fraunhofer IOSB-INA bringt im Rahmen des Projekts RiConfigure gemeinsam mit internationalen Partnern unterschiedlichste Akteure im Innovationsprozess an einen Tisch, um Leitplanken der Partizipation zu setzen und Forschungsdialoge zu schaffen, die die Zivilgesellschaft in den Mittelpunkt stellen. Dank der langjährigen Erfahrung mit nutzerzentrierter Forschung - sowohl durch die SmartFactoryOWL, die Mitglied im European Network of Living Labs (ENoLL) ist, als auch durch das IoT- / SmartCity-Reallabor Lemgo Digital - können Fraunhofer Lemgo und das Fraunhofer Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI) einen essentiellen Beitrag zum Projekterfolg leisten.

Zur RiConfigure Projektseite des Fraunhofer IAO.

Am 22. Februar fand das Kick-Off Treffen zur "Zukunftswerkstatt Arbeit.Digital" in der SmartFactoryOWL in Lemgo statt. Akteure aus kommunaler Verwaltung, Wirtschaft und Forschung tauschten sich über die unterschiedlichen Perspektiven und technischen bzw. gesellschaftspolitischen Ansätze von Innovationen im Arbeitsumfeld aus. Das Ziel des Treffens: Die SmartFactoryOWL als gemeinsame, gleichberechtigende Integrationsplattform für die unterschiedlichen Anforderungen an die digitale Transformation im Arbeitsumfeld einzurichten.

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Warum übersehen wir die Zivilgesellschaft im Innovationsprozess?

Die globalen Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind komplex und erfordern neue Konstellationen, um Lösungen zu finden.
Traditionell wurde der Innovationsprozess von der Industrie, dem öffentlichen Sektor und der Forschung dominiert. Die Zivilgesellschaft besitzt jedoch auch große kreative Kompetenzen, und wir müssen diesen übersehenen Akteur einbeziehen, um innovative Lösungen gedeihen zu lassen.

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Vermeiden von toten Winkeln

Durch das Zusammenführen verschiedener Stimmen in neuen Arten von Kollaborationen vermeiden wir blinde Flecken, da jeder Akteur über spezifische Kompetenzen und Fokuspunkte verfügt.
Das Projekt RiConfigure zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den Sektoren zu fördern und potenzielle kollaborative Herausforderungen zu überwinden.

Vielfalt schafft Widerstandsfähigkeit

Es ist eine Stärke, vielfältigere Stimmen in den dynamischen Prozess einzubeziehen, da Vielfalt Widerstandsfähigkeit und Repräsentativität schafft.
Gemeinsam sind wir stärker und können ganzheitliche Lösungen finden. Lösungen, die andernfalls nicht hätten entwickelt werden können, wenn die Zivilgesellschaft nicht aktiv an ihrer Schaffung beteiligt gewesen wäre.


Projekt-Meilensteine:

Mai 2019: Erstes jährliches RiConfigure Treffen von Praktizierenden und politischen Entscheidungsträgern
März 2020: Zweite jährliche Konferenz von RiConfigure für Praktiker und politische Entscheidungsträger
Februar 2021: Abschlusskonferenz und drittes jährliches RiConfigure Treffen von Praktizierenden und politischen Entscheidungsträgern


RiConfigure wurde aus dem Programm Horizont 2020 der Europäischen Union für Forschung und Innovation im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 788047

 

Studie Mehrwerte aus Daten: Lernen von anderen KMU

In der neuen Studie zu Mehrwerten aus Daten zeigt das Fraunhofer IOSB-INA als Partner im Kompetenzzentrum Digital in NRW auf, wie kleine und mittlere Unternehmen Innovation aus Daten erzeugen konnten. 

In den zwei Jahren Kompetenzzentrum haben die Partner über die Regionen Rheinland, Ruhr und Ostwestfalen-Lippe ein starkes Netzwerk zur Stärkung mittleständischer Betriebe aufgebaut. Seither werden zahlreiche kostenfreie Services angeboten. Entlang einer sogenannten Befähigungskette können Unternehmen sich zu Technologien informieren, Demozentren wie die SmartFactoryOWLbesuchen, an Seminaren und Schulungen teilnehmen sowie Projekte für ihr eigenes Unternehmen gemeinsam mit Experten konzipieren und umsetzen.

Viele KMU in Ostwestfalen Lippe haben bereits diese Services in Anspruch genommen und die ersten Schritte hin zu Digitalisierung ihrer Produkte, Prozesse oder Geschäftmodelle vorgenommen. In der Studie Mehrwerte aus Daten findet sich eine Auswahl dieser Umsetzungsprojekte wieder. Die gute Nachricht: das Kompetenzzentrum Digital in NRW wird noch zwei weitere Jahre aktiv sein. Bis Ende 2020 können KMU weiterhin Services kostenfrei in Anspruch nehmen, um Unterstützung bei ihren Innovationsprojekten zu bekommen. Wenden Sie sich hierzu gern an die Geschäftsstelle der SmartFactoryOWL, um mehr Informationen zu bekommen.

Sie möchten mehr zu Umsetzungsprojekten aus Digital in NRW erfahren? Besuchen Sie unsere Route 4.0, auf der Sie eine Übersicht über alle Umsetzungsprojekte der jeweiligen Regionen finden.

 

IoT-Seminar begeistert Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Fraunhofer in Lemgo baut sein Seminarportfolio im Bereich Digitalisierung derzeit aus. Der erste Termin im Jahr 2019 des etablierten IoT-Basisseminar hat am 31. Januar wieder für Begeisterung bei den Teilnehmern gesorgt.

Das eintägige Seminar bietet eine praxisnahe Einführung in das Internet der Dinge (IoT) an den Anwendungsfeldern Smart Factory und Smart City. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Fach- und Führungskräfte aus Entwicklung, Marketing und Vertrieb) bestätigen: "Das Seminar hat uns eine kompakte und praxisnahe Orientierung zu IoT-Technologien vermittelt. Genau diese Kompetenzen müssen in Unternehmen und Kommunen aufgebaut werden, um die Möglichkeiten der Digitalisierung nicht zu verpassen." Die Seminardozenten Kornelia Schuba, Janis Albrecht und Pedro Rodriguez ergänzen: "Unsere IoT-Reallabore und Innovationsplattformen SmartFactoryOWL und Lemgo Digital (Smart City) sind hochmoderne IoT-Laborumgebungen und Anwendungsbeispiele, die wir in das Seminar intergiert haben."

Der nächste Seminartermin ist der 23.05.2019. Das Seminar kann ab sofort bei Herrn Rodrigues gebucht werden.

 

Künstliche Intelligenz in der Produktion – Hype oder Notwendigkeit?

Nicht nur Google und Facebook haben erkannt, dass Daten ein wertvolles Gut sind. Zunehmend befassen sich auch Industrieunternehmen mit Daten. Doch von Künstlicher Intelligenz spricht man erst dann, wenn diese Daten vernetzt und strukturiert werden, so dass daraus eine interpretierbare Information wird und ein Mehrwert geschaffen werden kann.
Prof. Dr. Volker Lohweg, Leiter des Instituts für Industrielle Informationstechnik und Prof. Dr. Oliver Niggemann, Leiter des Forschungsbereichs Künstliche Intelligenz am inIT führten gestern Abend die Zuhörer im vollen Seminarraum der SmartFactoryOWL in die Welt der Künstlichen Intelligenz ein.
Nachdem Prof. Niggemann die ersten Einblicke in die Entstehung der Technologie gab, differenzierte Prof. Lohweg in klassische Maschinelle Lernverfahren und Deep Learning Verfahren. Insbesondere auf Unternehmensbedarfe gingen die beiden Referenten ein und zeigten unterschiedliche Beispiele aus der Praxis auf. Von der automatischen Erkennung von Lebewesen in einem Feld durch eine Landmaschine in der Agrarwirtschaft, der Erkennung der Echtheit von Banknoten bin hin zur maschinellen Malerei des Neural Style Transfers in Kunst und Kultur – vielfältige Beispiele zeigten die unterschiedlichen Handlungsfelder der Künstlichen Intelligenz auf und demonstrierten anschaulich, dass für jedes Unternehmen und jede Branche mittlerweile Anwendungsfälle der Künstlichen Intelligenz zu finden sind.
Die viel gestellte Frage, ob die Künstliche Intelligenz bald intelligenter sein wird als wir Menschen, blieb unbeantwortet. Denn auch Prof. Lohweg und Prof. Niggemann kamen zu unterschiedlichen Antworten auf die Frage. So wird diese Frage wahrscheinlich weiterhin kontrovers diskutiert werden und es bleibt die Faszination für die Forschung und Entwicklung der Künstlichen Intelligenz.